Größe, Passform und Laufen, erklärt von Hannah On Heels

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  • Durch Hannahonheels & Pieter
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Größe, Passform und Laufen, erklärt von Hannah On Heels

Die richtige Größe ist der wichtigste Faktor, wenn du gut auf High Heels laufen willst. Nicht die Absatzhöhe, nicht die Marke: die Passform. Wir haben uns mit Hannah, unserem festen Model, zusammengesetzt und darüber gesprochen, was mit deinem Gang passiert, wenn ein High Heel zu groß ist – und wie sich die richtige Passform anfühlen sollte.

Größe, Passform und Laufen, erklärt von Hannah On Heels

Die richtige Größe ist der wichtigste Faktor, wenn du gut auf High Heels laufen willst. Nicht die Absatzhöhe, nicht die Marke: die Passform. Wir haben uns mit Hannah, unserem festen Model, zusammengesetzt und darüber gesprochen, was mit deinem Gang passiert, wenn ein High Heel zu groß ist – und wie sich die richtige Passform anfühlen sollte.

 

Was passiert, wenn ein High Heel zu groß ist

„Wenn ein High Heel zu groß ist, rutscht dein Fuß bei jedem Schritt nach vorn", erklärt Hannah. „Der Ballen landet zu weit vorn im Schuhblatt, also in dem Bereich, der schon nach unten Richtung Spitze abfällt. Deine Zehen liegen dann flach in diesem abfallenden Teil, statt dort zu stoppen, wo sie eigentlich hingehören. Ab dem Punkt kannst du nicht mehr richtig laufen."

Sie beschreibt die Kompensation, die die meisten Frauen unbewusst machen: Sie rollen den Fuß bei jedem Schritt leicht nach innen, damit er nicht weiter nach vorn rutscht. „Du verlierst die gerade Linie. Wenn du dir anschaust, wie ein Absatz sich bewegen sollte: Die Spitze und die Rückseite des Absatzes sollten beim Schritt einer einzigen durchgehenden geraden Linie folgen. Wenn der Schuh zu groß ist, brichst du diese Linie, um auszugleichen – und genau das lässt den Gang unbeholfen statt elegant aussehen."

 

Hier zeigt Hannah, was sie mit dem „Verlieren der geraden Linie" meint:

 

Wie die richtige Lauftechnik auf High Heels aussieht

Hannah bestätigt, dass der Mythos „zuerst die Ferse" größtenteils stimmt – wie du sie aufsetzt, hängt aber von der Absatzhöhe ab. „Bei einem 10-cm- oder 12-cm-Absatz kannst du zuerst mit der Ferse aufkommen und dann über den Ballen abrollen, das funktioniert gut. Bei etwas sehr Hohem wie dem Claudine kannst du nicht so kräftig auf der Ferse landen. Du brauchst mehr Kontrolle, weil der Winkel viel steiler ist."

Auch die Passform spielt hier hinein. „Wenn ein Schuh zu groß ist und du versuchst, zuerst die Ferse aufzusetzen, rutscht dein Fuß beim Aufkommen nach vorn, statt dort zu landen, wo er sollte. Dann schleifst du deine Schuhe eher hinter dir her, statt richtig in ihnen zu gehen."

 

Hannah zeigt, wie du auf einem Paar 12-cm-High-Heels läufst, von der Ferse bis zur Spitze:

 

So prüfst du die Passform beim Anprobieren

Wie eng ein High Heel sitzen sollte, hängt vom Material ab.

„Bei Leder sollte die Ferse beim Anprobieren überhaupt nicht rutschen, denn Leder dehnt sich mit der Zeit noch ein wenig. Wenn es schon im Laden rutscht, wird es nur schlimmer. Bei synthetischen High Heels, wie denen von Giaro, die ich gerade trage, ist keine Dehnung zu erwarten – sie müssen also vom ersten Anprobieren an gut sitzen. Es ist in Ordnung, wenn der Schuh eine Spur eng ist, aber er sollte nicht schon in den ersten Sekunden an den Zehen drücken."

Ein bisschen Druck an den Zehen ist normal und gehört dazu. „Das macht ein spitzer High Heel nun mal: Dein Gewicht verlagert sich nach vorn, also spürst du dort Druck. Je höher der Absatz, desto weiter wandert dein Gewicht nach vorn – und desto mehr Druck spürst du an den Zehen."

 

Wenn ein synthetischer High Heel etwas zu locker sitzt

Weil synthetische Materialien sich nicht wie Leder einlaufen, lässt sich ein etwas zu lockerer High Heel nicht durch Tragen lösen. Hannahs Lösung: „Du kannst vorn im Schuh ein kleines Polster einlegen. Das hat denselben Effekt wie eine Ledereinlage in einem Lederschuh: Es nimmt den überschüssigen Platz weg, sodass dein Fuß nicht nach vorn rutscht."

 

Warum dieselbe Größe nicht zweimal gleich passt

Hier wird es beim Thema Größe wirklich verwirrend, und Hannah sagt es deutlich: „Es ist nicht einheitlich. Eine Größe 38 bei der einen Marke ist nicht automatisch eine Größe 38 bei der anderen. Es kann sogar zwischen Modellen derselben Marke unterschiedlich sein, weil der Leisten anders geformt ist. Wenn ein Modell deinem Fuß hinten mehr Raum gibt, musst du oft eine Nummer kleiner nehmen. Auch die Form der Spitze spielt eine Rolle: Eine runde Spitze gibt mehr Platz als eine spitze, und eine offene Spitze gibt dir vorn mehr Raum, aber hinten weniger Halt."

Ihr Rat zu Größentabellen: „Nutze sie als Ausgangspunkt, nicht als Garantie. Sie sind ein Anhaltspunkt, mehr nicht."

Auch einer verbreiteten Annahme widerspricht sie: Wenn jemand anderes einen High Heel gut trägt, sagt das nichts darüber aus, wie er bei dir sitzt oder sich bewegt. „Derselbe Schuh sieht an verschiedenen Menschen völlig anders aus, und das hat nichts mit der Größe zu tun. Es geht darum, wie du läufst. Jeder hat einen anderen Gang, einen anderen Körperbau, andere Beine. Das ist wirklich der entscheidende Faktor, nicht bloß die Zahl auf dem Karton."

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